Rosmarin gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern. Sein intensives Aroma passt hervorragend zu Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und Brot. Viele Hobbygärtner wissen jedoch nicht, dass man neue Rosmarinpflanzen ganz einfach aus Stecklingen ziehen kann – sogar nur mit Wasser.
Diese Methode ist unkompliziert und benötigt kaum Materialien. Mit etwas Geduld entwickeln sich aus wenigen Zweigen kräftige neue Pflanzen für Garten, Balkon oder Küche.

Was Sie dafür benötigen
Rosmarin-Stecklinge
Wählen Sie gesunde Triebe ohne Blüten, etwa 12–15 cm lang.
Ein sauberes Gefäß
Ein Glas oder transparenter Behälter eignet sich ideal, damit Sie das Wurzelwachstum beobachten können.
Wasser
Am besten eignet sich gefiltertes oder abgestandenes Wasser bei Zimmertemperatur.
Licht
Stellen Sie das Gefäß an einen hellen Ort mit indirektem Sonnenlicht.
Geduld
Die Wurzelbildung kann einige Wochen dauern.
Rosmarin im Wasser vermehren
1. Stecklinge vorbereiten
Schneiden Sie junge Triebe in einem Winkel von etwa 45° unterhalb eines Blattknotens.
Danach:
- entfernen Sie die unteren Blätter
- lassen Sie nur einige Blätter an der Spitze.
2. Stecklinge ins Wasser stellen
Setzen Sie die Stecklinge in das Gefäß mit etwa 5–7 cm Wasser.
Achten Sie darauf:
- dass keine Blätter im Wasser liegen
- dass die Knoten unter Wasser sind.

Wechseln Sie das Wasser alle zwei bis drei Tage.
Nach etwa 2–6 Wochen bilden sich kleine weiße Wurzeln.
Umpflanzen und Pflege
1. Umpflanzen
Sobald die Wurzeln etwa 5–7 cm lang sind, können die Stecklinge in Erde gesetzt werden.
Geeignete Erde:
- lockere Blumenerde
- gemischt mit Sand oder Perlit.
2. Rosmarin pflegen
Rosmarin bevorzugt:
- gut durchlässigen Boden
- mäßige Bewässerung
- viel Licht.

Gießen Sie erst, wenn die obere Erdschicht trocken ist.
Rosmarin ernten und verwenden
Ernte
Die beste Zeit zum Schneiden ist Frühling und Sommer.
Wählen Sie kräftige Zweige von etwa 20 cm Länge.
Schneiden Sie niemals mehr als 20 % der Pflanze gleichzeitig.

Verwendung
Frischer Rosmarin passt hervorragend zu:
- gebratenem Fleisch
- Ofengemüse
- Kartoffeln
- Brot und Marinaden.
Zusätzliche Tipps
Gute Drainage
Staunässe unbedingt vermeiden.
Regelmäßiger Rückschnitt
Das sorgt für buschiges Wachstum.
Überwinterung
In kalten Regionen sollte Rosmarin im Winter im Haus nahe einem sonnigen Fenster stehen.

Fazit
Rosmarin aus Stecklingen zu ziehen ist eine einfache und sehr lohnende Methode. Mit ein wenig Geduld können Sie aus wenigen Zweigen mehrere neue Pflanzen gewinnen und immer frische Kräuter zur Hand haben.
💬 Haben Sie schon einmal Rosmarin aus Stecklingen gezogen?
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